Schlagwort: Religion

Was kommt 2019?

Gute Vorsätze, viele Wünsche und Ausblicke – das gab es bislang zuhauf für das begonnene Jahr 2019.

Was es auch noch gibt ist die Jahreslosung für das Jahr. In diesem Jahr ist sie dem 34. Psalm entnommen und lautet:

„Suche Frieden und jage ihm nach“.

Frieden suchen und ihm nachjagen klingt auf den ersten Blick paradox und fernab unseres täglichen Alltags. Frieden haben wir doch und weshalb sollten wir ihm nachjagen?

Doch was ist Frieden? Ist es die bloße Abwesenheit von Krieg? Oder ist es mehr als das? Ich denke schon, wo es ja auch immer wieder heißt, jemand hätte „seinen inneren Frieden gefunden“…

Man kann Frieden also mit sich selbst schließen. Dies ist oft nicht einfach, da man immer wieder hin- und hergerissen ist zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Habe ich mein Bestes gegeben, hätte ich eine bessere Lösung finden können oder ganz oft auch:“ Habe ich es auch allen recht gemacht?“

Gerade an der letzten Frage wird deutlich, wie schwer es sein kann, Frieden mit sich selbst zu finden.

Doch erst dann kann der Frieden mit anderen gelingen! Erst wenn ich meinen Frieden gefunden habe kann ich Frieden mit meinen Mitmenschen finden. Vorher ist diese Suche fast sinnfrei und unmöglich.

Ich hoffe sehr, diesen Frieden mit den Menschen in meinem Umfeld zu finden und diesen mit Leben zu füllen und ihn so lebendig zu halten.

Mir selbst hilft dabei der Frieden mit Gott. Diesen erlebe ich in den vergangenen Jahren immer wieder und jage ihm nach, damit ich ihn nicht verliere. Dies tue ich auf vielfältige Weise. Ob bei dem großen Gottesdienst der Willow Creek Gemeinschaft in der Dortmunder Westfalenhalle, dem Nachtgottesdienst in einer der großen Kirchen meiner Heimatstadt, der kleinen Gemeinschaft innerhalb der Männerkochgruppe in meinem Stadtteil oder einfach allein beim Blick aus dem Fenster.

Für mich ist es der Frieden mit Gott, aus dem ich den Antrieb für meine Suche nach Frieden mit mir selbst und meinem Umfeld nehme.

Und was das „nachjagen“ angeht: hast du einmal den Frieden richtig gespürt, wirst du ihm immer nachjagen, weil du ohne ihn nicht mehr sein willst!

In diesem Sinne freue ich mich sehr auf das Jahr 2019 und viele Begegnungen mit Menschen denen ich etwas geben darf und Menschen, die mir viel geben!

„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen…“

Bildquelle: FAZ.NET

Oft habe ich diesen Satz schon gehört oder gelesen und mich immer wieder gefragt: „Darf man tatsächlich?“

Am Abend der Echo-Verleihung, und eigentlich schon Tage vorher, war dieser Satz in unterschiedlichen Formulierungen immer wieder zu lesen oder hören. Dies lag bekanntlich an der Nominierung des Rappers „Kollegah“, dessen mir bis dato völlig unbekannte Lied einige Zeilen enthält, welche zumindest fragwürdig, wenn nicht strafrechtlich relevant sein könnten.

Es gab große Diskussionen, ob die Nominierung aufrecht erhalten werden könne, der Ethikrat wurde eiligst zusammen gerufen und viele Menschen hatten eine Meinung. Fakt ist, dass „Kollegah“ den Echo bekommen hat und auch noch live auftreten konnte (die umstrittenene Textzeile ließ er allerdings aus… ). Begleitet wurde der Auftritt dann wohl von Pfiffen und Buh-Rufen. Ob jemand den Saal aus Protest verlassen hat oder auf die After-Show-Party verzichtet hat ist mir nicht bekannt. Das stand leider nicht in den Berichten, die ich gelesen habe.

Am gestrigen Abend wurde der Beitrag des Rappers mit der Kunstfreiheit gerechtfertigt, der Satz in der Überschrift wird fast immer mit der Meinungsfreiheit legitimiert. Dies zu beurteilen steht mir hier nicht zu. Klar ist aber, dass die sowohl Kunst-, als auch Meinungsfreiheit da ihre Grenzen haben, wo andere in ihren Grundrechten eingeschränkt werden. Und dies ist im Fall des Rappers aus meiner Sicht definitiv der Fall…

Warum aber oben das Zitat des Frontmannes der Toten Hosen? Campino hat als Punk definitiv provoziert und vielen vor den Kopf gestoßen, eines jedoch hat er nie getan: Minderheiten diskriminiert! Ich denke, er hatte den Mut hier offen zu sprechen und, wie die Reaktionen im Netz zeigen, wieder einmal zu provozieren…

Danke von mir für diesen Beitrag!

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