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Oft habe ich diesen Satz schon gehört oder gelesen und mich immer wieder gefragt: „Darf man tatsächlich?“

Am Abend der Echo-Verleihung, und eigentlich schon Tage vorher, war dieser Satz in unterschiedlichen Formulierungen immer wieder zu lesen oder hören. Dies lag bekanntlich an der Nominierung des Rappers „Kollegah“, dessen mir bis dato völlig unbekannte Lied einige Zeilen enthält, welche zumindest fragwürdig, wenn nicht strafrechtlich relevant sein könnten.

Es gab große Diskussionen, ob die Nominierung aufrecht erhalten werden könne, der Ethikrat wurde eiligst zusammen gerufen und viele Menschen hatten eine Meinung. Fakt ist, dass „Kollegah“ den Echo bekommen hat und auch noch live auftreten konnte (die umstrittenene Textzeile ließ er allerdings aus… ). Begleitet wurde der Auftritt dann wohl von Pfiffen und Buh-Rufen. Ob jemand den Saal aus Protest verlassen hat oder auf die After-Show-Party verzichtet hat ist mir nicht bekannt. Das stand leider nicht in den Berichten, die ich gelesen habe.

Am gestrigen Abend wurde der Beitrag des Rappers mit der Kunstfreiheit gerechtfertigt, der Satz in der Überschrift wird fast immer mit der Meinungsfreiheit legitimiert. Dies zu beurteilen steht mir hier nicht zu. Klar ist aber, dass die sowohl Kunst-, als auch Meinungsfreiheit da ihre Grenzen haben, wo andere in ihren Grundrechten eingeschränkt werden. Und dies ist im Fall des Rappers aus meiner Sicht definitiv der Fall…

Warum aber oben das Zitat des Frontmannes der Toten Hosen? Campino hat als Punk definitiv provoziert und vielen vor den Kopf gestoßen, eines jedoch hat er nie getan: Minderheiten diskriminiert! Ich denke, er hatte den Mut hier offen zu sprechen und, wie die Reaktionen im Netz zeigen, wieder einmal zu provozieren…

Danke von mir für diesen Beitrag!